Brasilien

Nur wer an die Zukunft glaubt, glaubt an die Gegenwart.
Aus Brasilien

12.7.2012 – 3.8.2012

Brasilia – Manaus – Santarem – Belem – Olinda – Salvador de Bahia – Lencois (Chiapada Diamantina) – Belo Horizonte – Rio de Janeiro

Erdfarben liegt die „ideale“, auf dem Reißbrett entworfene Hauptstadt Brasilia zu unseren Füßen. Von der auf 72 Meter Höhe gelegenen Plattform des Fernsehturmes schweift der Blick über grauen Beton, rote Erde, braunen Rasen und leere Raumkilometer. Außerhalb der Hauptachse stehen Wohnblöcke, Hotels und Einkaufszentren.

Lucio Costa und Oscar Niemeyer haben in vier Jahren Bauzeit eine Stadtlandschaft mit Flugzeugstruktur geschaffen. In der Mitte der Zentralachse liegt der alte Busbahnhof. Dahinter ein Meisterwerk Oscar Niemeyers, die Kathedrale – kreisrund, schlicht und dennoch beeindruckend – das Nationalmuseum mit seiner weißen Kuppel, die Plattenbauten der Ministerien mit grünlicher Glasfensterfassade. Nur für Justiz- und Außenministerium haben sich die Erbauer eine besondere Ansicht einfallen lassen; künstliche Wasserfälle an der Fassade des Justizministeriums sowie aus dem Wasser auftauchende zierliche Bogenkolonnen vor dem Außenministerium.

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Hinter den Ministerien stehen die Zwillingstürme des Nationalkongresses mit Abgeordnetenbüros, die von zwei Gebäuden flankiert werden, dem Abgeordnetenhaus mit Kuppel auf dem Dach und dem Senat mit einer Schale als Gebäudeabschluss.

Senat und Kongress sind für Besucher zugänglich. Zahlreiche Kunstwerke, Sitzmöbel von Le Corbusier gibt es in den Gebäuden zu besichtigen, in den Plenarsälen testen wir die Sitzmöbel der Abgeordneten.

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Die Achse endet am „Platz der Drei Gewalten“ – Präsidentenpalast, Oberstes Bundesgericht und Kongress. Am Pantheon des Vaterlandes weht an einem 100 Meter hohen Fahnenmast, die 290 m² große Nationalfahne im Wind.

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Nach einem langen Tag im fast menschenleeren Brasilia – die Stadt wurde für Regierungsangestellte gebaut, die jedoch anstatt dort zu wohnen lieber spätestens am Donnerstagabend in ihre Heimatorte fliehen – wollen wir am See den Sonnenuntergang genießen.

Der See liegt in Sichtweite, der öffentliche Nahverkehr ist nicht gut ausgebaut, wir laufen. Es gab schon bessere Ideen. Die Spezies Fußgänger scheinen die Architekten der Stadt vergessen zu haben. Wie Hasen rennen wir im Zickzack über die Straßen. Es gibt keine Unterführungen und keine Zebrastreifen, nur viele, schnell fahrende Autos.

Mit dem Flieger in den Amazonas. Tourenverkäufer warten vor dem Flughafengelände in Manaus auf potenzielle Kundschaft. Immerhin helfen sie bei der Suche nach dem richtigen Bus in die Stadt.

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Manaus ist eine quirlige Stadt. Um sich zu vergegenwärtigen im größten Urwald der Erde zu sein, braucht es jedoch viel Vorstellungskraft.

Am Hafen wollen wir Tickets für die Fahrt nach Belem kaufen. Tickets gibt es, aber die Schiffe haben andere Abfahrtzeiten, als unsere Recherchen ergeben haben. Auf ein Schiff nach Belem müssten wir vier Tage warten. In zwei Tagen fährt eines nach Santarém, angeblich mit Umsteigemöglichkeit am Ankunftstag nach Belem.

Der Verkäufer will uns unbedingt Tickets für eine kleine Kajüte verkaufen: aus Sicherheitsgründen. Unsere Furcht hält sich sehr in Grenzen und wir kaufen Hängemattenplätze.

Alte Kolonialhäuser und Gassen gibt es kaum noch in Manaus. Dafür umso mehr Geschäftsbauten. Aus der Kathedrale klingen die Töne von „O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit“; mitten im Juli.

Mit einem Touristenboot unternehmen wir einen Ausflug in die Umgebung der Stadt. Die teuerste Brücke Brasiliens, die Ponte Rio Negro, verbindet die Flussufer. Unter ihr fließen das blaue Wasser des Rio Negro und das braune Wasser des Rio Solimoes – die beiden Hauptflüsse, die den Amazonas bilden – nebeneinander hindurch. Die Flüsse haben unterschiedliche Temperaturen und selbst einige Fischarten machen an der Wassergrenze Halt und kehren wieder um. Erst nach zehn Kilometern haben sich die beiden Ströme zum Amazonas vereinigt.

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Das Boot fährt in das Delta hinein. Wer möchte, kann ein Bad im wohltemperierten Wasser nehmen.

Still hänge ich in meinem Schwimmgürtel. Ein Indio lockt Flussdelfine mit Fischen an. Das Wasser bleibt ruhig. Erwartet und doch überrascht spüre ich die warme glatte Haut eines Delfins an den Beinen. Er schnappt sich den Fisch und verpasst mir bei einer Kehrtwendung mit seiner Flosse, einen harten Schlag in die Rippen.

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Tief im Delta werden wir von einem Gewitter überrascht. Der heftige Regen zwingt den Bootsführer anzuhalten. Als alle klitschnass sind, hört es auf zu regnen. Jugendliche aus den Dörfern in schmalen Holzbooten docken an unser Boot an. Neben Süßigkeiten ist auch ein Baby Krokodil im Angebot.

Es ist Sonntag. An diesem Tag geht es in Manaus gemächlich zu. Bequem würden wir es uns auch gerne in unserem Zimmer machen, halten es aber dort nicht aus: Die Klimaanlage funktioniert erst ab 21 Uhr. Die Alternative ist der Opernplatz, auf dem immer irgendetwas los ist.

Das Opernhaus, ein prächtiges Gebäude mit imposanter Fassade und 15 Jahren Bauzeit, entstand, als der Kautschukboom die Region reich machte.

Das bisher geschlossene Opernhaus hat geöffnet. Drinnen finden Proben statt. Vom ersten Rang sehen wir eine Zeit lang der modernen Inszenierung zu. Familien mit Kleinkindern auf dem Arm, jeder, dem gerade danach ist, setzt sich in die Stuhlreihen: ein ständiges Kommen und Gehen. Die Atmosphäre ist angenehm, wir bleiben bis zum Schluss der Probe.

Auf dem Opernplatz spielt mittlerweile eine Band. An den Ecken stehen Leinwände, bespielt mit einem Film aus den 50er Jahren und einem Musikfilm. Die Stimmung ist fröhlich und verspricht einen interessanten Abend.

Auf einem Amazonasschiff verlassen wir Manaus am folgenden Tag.

Die Strömung meint es gut mit uns und wir erreichen Santarém schneller als gedacht. Am Hafen erfahren wir, dass das nächste Schiff nach Belem erst in zwei Tagen abfährt. Da ich unter Magen-Darm-Problemen leide, ist es die Auskunft, die ich mir gewünscht habe.

Unterkünfte gibt es ausreichend in Santarém. Mithilfe unserer Hängemattennachbarn vom Schiff finden wir ein Zimmer mit Warmwasserdusche. Einen Flug nach Belém kurzfristig zu finden ist schwieriger. Tickets gibt es nur noch für einen Nachtflug. Innerlich seufzend nehmen wir ihn.

Santarém liegt an der Mündung des Rio Tapajós, der sich hier mit seinem grünlichen Wasser in das braune Wasser des Amazonas ergießt. Kilometerlange Sandstrände liegen etwas außerhalb der Stadt. Für meinen kaputten Magen zu weit entfernt.

Bleibt ein Bummel durch die Stadt: Uferpromenade, Kathedrale, kachelgeschmückte Häuser, altes Rathaus mit Gefängnis.

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Um 1 Uhr in der Nacht holt uns das Flughafentaxi ab. Früh am Morgen landen wir in Belém. Die Stadt ist 500 Jahre alt. Ihr ehemaliger Reichtum ist noch an Kirchen und trotz der verrottenden Fassaden an den Häusern im Kolonialstil zu erkennen.

Die Altstadt gruppiert sich um Fort, Konvent und der strahlend weißen Kathedrale da Sé. Zierliche Balkongitter und geflieste Fassaden aus handbemalten Kacheln verzieren die Häuser der Altstadt.

Das wichtigste Schauspiel von Belém ist der Markt „Ver-o-Peso“: „Achte auf das Gewicht“. Auf dem 1625 gegründeten Markt wollen wir frühstücken. Unzählige Marktstände bilden ein Labyrinth, in dem es Fleisch, Fisch, tropische Früchte, Gewürze, Schlangenhäute, Amulette und vieles mehr gibt. Die Auswahl ist groß, die Entscheidung fällt schwer.

Am Hafen soll es, laut Reiseführer, viele Touranbieter für Tagesausflüge ins Delta geben. An der letzten, angegebenen Adresse finden wir tatsächlich ein Büro. Die verlangten Preise sind jedoch völlig überzogen und wir bleiben in der Stadt.

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Zur Erfrischung holen wir uns Eis aus den Amazonas Früchten Açaí und Umbu. Ein Brasilianer spricht uns an: „Wollt ihr den Abend mit mir und Freunden verbringen?“

Die halbe Stadt ist ab Sonnenuntergang bis weit nach Mitternacht auf den Beinen. In der Eckbar ist es voll. Bei viel Bier diskutiert jeder mit jedem über Gott und die Welt.

Um 16 Uhr ist Abflug nach Recife. Wegen der Schwierigkeiten einen Bus anzuhalten, machen wir uns schon um 12 Uhr auf den Weg. Busse fahren zu sechst und in Zweierreihen an die Haltestelle heran. Den Bus zum Flughafen sehen wir nicht.

Ein Regenschauer. Wir flüchten unter ein Vordach. In diesem Moment fährt der Bus zum Flughafen vorbei. Weiter warten. Der nächste Bus zum Flughafen naht in der zweiten Reihe heran, wir winken, der Bus rollt weiter. Im letzten Moment sehen wir, dass der Busfahrer doch noch in der ersten Reihe hält. Dank schneller Beine und eingesetzter Ellenbogen schaffen wir es, einzusteigen.

In Recife werden wir schon erwartet und nach Olinda in eine hübsche Posada gefahren. Olinda, gegründet 1535 in einer hügeligen Tropenlandschaft, liegt nur unweit der Millionenstadt Recife. Von der höchsten Stelle dem Alto da Sé sind historische Altstadt, Bucht und Recife sehr schön zu überblicken.  

Aus einem dichten Blätterwald lugen Bauten aus der Kolonialzeit hervor. In den steilen kopfsteingepflasterten Gassen der Altstadt stehen viele Kirchen und Kapellen, Museen und Kunstgalerien. Die bunten Häuser haben maurische Balkone, Erdnüsse, Kokosstückchen und Maracujasaft gibt es überall an kleinen Ständen. Die Luft ist angenehm klar, das Wandern über die grünen Hügel der Stadt angenehm, trotz der Temperaturen.

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Von Olinda soll es eine regelmäßige Verbindung mit dem Nachtbus nach Salvador de Bahia geben. Wir gehen den Tag entsprechend gemütlich an: Zeit für den Kauf von Briefmarken bei der Post, einem sehr zeitaufwendigen Unterfangen.

Erst dann machen wir uns auf den Weg zum Ticketkauf. Dort, wo es hätte, Tickets geben müssen, ist eine Werkstatt. Der Automechaniker kennt sich zum Glück mit den Busverbindungen aus: „Die Busse fahren nur vom Busbahnhof in Recife ab.“

Der Busbahnhof liegt 1,5 Stunden von Olinda entfernt. Wir haben zwar noch genug Zeit, müssen aber viel eher aufbrechen.

Nach einer langen Fahrt mit Bus und Metro durch Recife mit seinen schmutzigen Fassaden und den verarmten Vororten erreichen wir den Busbahnhof, der am Stadtrand liegt, von Wald umgeben, in einer in der Dämmerung unheimlich wirkenden Gegend.
 
Zur Frühstückszeit treffen wir im Hostel in Pelourinho, dem historischen Zentrum von Salvador de Bahia, ein, bummeln kreuz und quer durch die nicht von der Polizei abgesperrten Straßen, besichtigen Kirchen, Kathedrale und probieren uns durch die afrikanisch beeinflusste Küche – Acarajé, Suppe, Carurú. Am Abend wird auf dem Praça da Sé eine Bühne aufgebaut, am Rand des Platzes tanzen Jugendliche Capoeira, mobile Essensstände säumen das Areal.

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Nach der stimmungsvollen Nacht fahren wir zum Entspannen an den Strand Praia do Flamengo, eine Stunde Busfahrt von Pelourinho entfernt. Kühlender Wind, weißer Strand, grüner Atlantik, angenehm temperiertes Wasser und Kokospalmen empfangen uns. Den sehr lebhaften Strandabschnitt lassen wir jedoch hinter uns. Ein paar Meter weiter wird es ruhiger, dafür ist die Brandung höher.

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Nach dem Ruhetag folgt ein Wandertag. Von Pelourinho aus laufen wir durch die Wohngebiete der oberen Mittelschicht. Vorbei an alten Villen und modernen Apartmenthäusern zum Farol da Barra, dem ältesten Leuchtturm Südamerikas, die Avenida Oceânica entlang zum Morro do Cristo, der kleinen Variante der Christus-Statue von Rio de Janeiro.

Sieben Stunden Busfahrt bis Lençois (Chapada Diamantina) liegen vor uns. Anfangs ähnelt die Landschaft Orten, wie sie in Afrika zu finden sind, später prägen Zuckerrohrplantagen das Bild. Die Straße ist gut befahrbar, erst bei den letzten Kilometern bis Lençois rumpelt es, wegen der vielen Schlaglöcher, im Bus.

Den Namen Lençois (portugiesisch Laken) hat der Ort Gold- und Diamantensuchern zu verdanken, die in behelfsmäßigen Zelten lebten. Von den umliegenden Bergen sahen sie wie zum Trocknen ausgebreitete Leinentücher aus. Heute hat das Städtchen schmale kopfsteingepflasterte Gassen, die teilweise 150 Jahre alten Häuser haben bunte Fassaden, Agenturen bieten Touren in den Naturpark Chapada Diamantina an.

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Wir buchen Touren zum Fumaça Wasserfall und zu drei der zahlreichen Höhlen und Grotten der Chapada Diamantina.

Steil geht es bergauf zum Wasserfall. Die Felsen sind glatt geschliffen vom Wasser und bieten wenig Halt. Auf 1300 Meter Höhe angekommen, führt der Weg geradeaus bis zur Oberkante des Wasserfalls.

Wasser sprüht uns ins Gesicht. Wer den zweithöchsten Wasserfall Brasiliens sehen möchte, legt sich flach auf einen leicht abwärts neigenden Felsvorsprung und zieht sich langsam nach vorne. Zu sehen ist ein Rinnsal. Der Wasserfall hat keine Quelle, und nur wenn es regnet, rauscht das Wasser 340 Meter in die Tiefe.

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In den kleinen Dörfern im Tal haben sich brasilianische und europäische Aussteiger niedergelassen. Pfade winden sich an Wasserfällen und Wasserbecken vorbei. Zur Abkühlung nehmen wir ein Bad im kalten, eisenhaltigbraunen Wasser.

Zahlreiche Höhlen und Grotten durchziehen die Chapada Diamantina. In dunklen Höhlen umrunden wir riesige Stalaktiten und Stalagmiten, rutschen beinahe in azurblaues kaum sichtbares kristallklares Wasser und gehen in einer weiteren Höhle dann tatsächlich baden – freiwillig.

Mit Schwimmweste, Schnorchel, wasserdichter Taschenlampe und Guide schwimmen wir durch ein Gängesystem in eine Grotte hinein. Still und ein wenig unheimlich ist es. Wir sollen das Licht der Taschenlampen löschen. Dunkelheit und Stille sind beklemmend, die Kälte des Wassers noch stärker zu spüren.

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Kalt und nass ist es auch am Berg Pai Inácio. Im Nieselregen wandern wir zum Gipfel des Tafelberges. Auf dem Plateau, das an eine Mondlandschaft mit tropischem Pflanzenwuchs erinnert, scheint jedoch wohltuend Sonne.

Der Nachtbus von Lencois nach Salvador de Bahia hat Anschluss an den Flieger nach Belo Horizonte. Wir bleiben nur sehr kurz in der Stadt, die sich bereits für die Fußball Weltmeisterschaft 2014 rüstet.

Die Straße nach Rio de Janeiro schlängelt sich in Serpentinen bergauf und bergab, durch Bergarbeiterdörfer und aktive Minen, die Bremsen des Busses klingen wir Kreissägen, das Grün am Straßenrand ist erdfarben vom Staub.

Das Viertel am Busbahnhof von Rio de Janeiro wirkt nicht sehr einladend. Häuser stehen leer und fensterlos da, hinter dem Busbahnhof brennen kleine Feuer zum Wärmen. Wir sehen zu, so schnell wie möglich den Bus nach Leme zu finden.

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Leme liegt am Strand von Leme, dem Ende der Copacabana. Unser Quartier, ein von Oscar Niemeyer erbautes Haus, befindet sich in der Favela Babilonia, 500 Meter die Hügel hinauf mit Blick auf Leme und Copacabana.

An der Straße hinauf zur Favela, stehen Motorradtaxis und Polizei. Wir überlegen, ob wir mit den Rucksäcken mit einem Moto-Taxi mitfahren können. Bevor wir zu einem Entschluss kommen, haben wir einen Helm auf dem Kopf und sind oben angekommen.

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Der breite Strand von Leme ist fast menschenleer. Ein paar fliegende Händler bauen ihre Sonnenschirme auf. Das nutzen wir für einen Spaziergang zum anderen Ende der Copacabana.

Ein Bus auf dem Central steht, hält in unserer Nähe. Central klingt gut. Wir steigen auf gut Glück ein und zentral in der Innenstadt wieder aus.

Die nächsten Stunden erobern wir Rio zu Fuß, besuchen die achtgrößte Nationalbibliothek der Welt, sehen im Theater municipal, das der Pariser Oper nachempfunden ist, kurz einer Probenvorstellung zu und besichtigen den Betonklotz Catedral Metropolitan, mit außenstehendem Glockenturm, jedoch beeindruckendem Inneren – das Licht fällt durch bunte Glaszeilen in den Innenraum.

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Im „Kabinett für portugiesische Literatur“ endet der Tag. Die Königliche Bibliothek aus dem Jahr 1887 ist ein Geschenk Portugals an Brasilien. 350.000 alte Ausgaben portugiesischer Literatur stehen in meterhohen Regalen, über zwei Galerien verteilt.

Die Sonne scheint, die Sicht ist klar, vom Corcovado grüßt Christus. Wir fahren hin. An der Zahnradbahn, die auf den Corcovado fährt, warten wir 75 Minuten, bis wir einen Platz haben.

Die 30 Meter hohe Christus Statue ist ein Nationalheiligtum. Um, wie die Statue, den Rundumblick auf die Stadt genießen zu können, bedarf es einiger Geduld. Auf Schritt und Tritt wird posiert, gedrängelt und geschubst.

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Der Zuckerhut liegt, dank Militärpräsenz im sichersten Viertel von Rio. Eine Schwebebahn bringt uns in zwei Etappen auf den 396 Meter hohen Berg. Die Aussichtsplattform ist nicht so gut besucht wie die beim Corcovado. Jetzt können wir den Blick über die Stadt auch genießen.

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Aufbruch zum Flughafen. Zu unserer Überraschung sind wir bereits eine halbe Stunde später dort. In aller Ruhe suchen wir auf der Anzeigetafel nach unserem Flug. Verunsicherung. Auf den Anzeigetafeln stehen nur Inlandsflüge. Wir sind am falschen Flughafen. Nun wird die Zeit knapp. Es ist Freitagabend, Stau auf den Straßen, das Reißverschlussprinzip unbekannt.

Am Flughafen gibt es mehrere Haltestellen. Beim ersten Halt springen wir aus dem Bus. In großer Eile studieren wir die Anzeigetafeln. Falsches Terminal. Sehr zügig laufen wir zur angezeigten Abfertigungshalle. Der Check-in verläuft zügig, sodass wir entspannt auf den Abflug warten.

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