Spitzbergen

Einsamkeit heißt nicht, allein zu sein, sondern sich nach niemandem sehnen zu können.
Aus Norwegen

 15.02.2009 – 22.02.2009

Longyearbyen – Hundeschlittenfahrt – Longyearbyen

 spitzbergen (1)

Eine Zusammenfassung:

Nach einem eindrucksvollen Flug über das ewige Eis landeten wir in Longyearbyen, dem nördlichsten Verkehrsflughafen der Welt.

Unsere Gastgeber (Anton und Brita) holten uns fünf Gäste am Flughafen ab. Durch die Polarnacht brachten sie uns in ihr, 10 km von der Stadt entferntes, ehemaliges Wohnhaus.

Um uns für eine 3-tägige Hundeschlittenfahrt zu rüsten, begannen wir am folgenden Tag mit dem Training. Aus den 50 zur Familie gehörenden Huskies suchten Anton und Brita die „passenden“ Hunde aus.

Fünf Hunde sollten meinen Schlitten ziehen. Um sie einspannen zu können, musste ihnen zuerst das passende Geschirr angelegt werden. Ohne Übung dauerte das seine Zeit. Die Hunde ließen die Prozedur gelassen über sich ergehen. Kaum waren sie jedoch eingespannt, fingen sie an zu jaulen und am Schlitten zu zerren.

Die Fahrt ging zu einer Eishöhle im Scott-Turner-Gletscher. Vor dem verschlossenen Eingang zur Höhle sicherten wir die Schlitten, rüsteten uns mit Helm und Stirnlampe aus, rutschten auf dem Hintern in die Höhle hinein und schlitterten auf unseren Füßen durch eine faszinierende Welt aus Eis. Umgeben vom Frost wärmten wir uns mit einem heißen Tee.

filmstreifen Hoehle

Am nächsten Tag hatte ich bereits sechs Hunde vor dem Schlitten. Und das bei dem Muskelkater in den Oberarmen. Der Streifzug durch Täler und über Hügel verlief ruhig. In der Ferne waren Spitzbergen-Rentiere zu sehen, Eisbären ließen sich keine blicken: Um sich gegen Angriffe von Eisbären zu schützen, ist durch den Sysselmann – direkter Vertreter der norwegischen Regierung auf Spitzbergen – jedermann verpflichtet, außerhalb von Ortschaften großkalibrige Büchsen zu tragen.

Ich war gerüstet für die lange Tour, die am nächsten Tag starten sollte, wegen des Wetters jedoch um einen Tag verschoben wurde. Wir besichtigten stattdessen Longyearbyen – Kirche, Universität, Museum.

filmstreifen Longyearbyen

Mit Lita, Jagor, Bruno, Ursus, Tuna und Hilmar vor dem Schlitten, begann der dreitägige Ausflug durch die raue, weitläufige, von Plateaubergen und Hochebenen geprägte Landschaft. An einem Fjord bauten wir für die Nacht Tunnelzelte auf. In einem großen Zelt, entfachte Anton ein kleines Lagerfeuer, kochte das Abendessen und taute Wasser für die Hunde auf. Eine Weile wärmten wir uns noch am Feuer, ehe wir in unsere Zelte krochen.

Am nächsten Tag ging es weiter über Eisfelder und Bergsättel. Eine ruhige Fahrt durch die mittlerweile blau schimmernde Arktis. Abends schlugen wir die Zelte an einem der Berge auf.

filmstreifen Landschaft

Der folgende Tag wurde dafür umso anspruchsvoller. Starker Wind, der den Schnee herumwirbelte und allen die Sicht nahm, war über Nacht aufgekommen. Minuten vor der Ankunft in unserem Quartier hörte der Sturm auf, der Himmel leuchtete rot und orange. Die Polarnacht neigte sich dem Ende.

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