Singapur

Majulah Singapura malaiisch für „Vorwärts, Singapur“
(Wahlspruch von Singapur)

Reisejahr 2024 | Lesezeit 3 Minuten

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Auf unserem Rückweg von Ozeanien nach Deutschland legen wir für zwei Nächte einen Zwischenstopp in Singapur ein. Der Stadtstaat gehört zu den jüngsten Ländern der Welt: Nur zwei Jahre nach der Gründung der Föderation Malaysia, zu der Singapur zunächst zählte, erklärte er seine Unabhängigkeit. In erstaunlich kurzer Zeit entwickelte sich das einstige Armenhaus zu einem der bedeutendsten Finanz- und Wirtschaftszentren Asiens.

Die koloniale Altstadt

Für unseren einzigen vollen Besichtigungstag wählen wir einen Spaziergang durch das historische Herz der Stadt am Nordufer des Singapore River. Hier betrat 1819 der Gesandte der Britischen Ostindienkompanie, Thomas Stamford Raffles, erstmals die Insel und gründete eine Handelsniederlassung, die der Ausgangspunkt für das moderne Singapur wurde.

Noch heute ist sein Name allgegenwärtig: Ein Denkmal am Flussufer erinnert an ihn, ebenso das 1887 im Kolonialstil errichtete Raffles Hotel.

Schon 1823 ließ Raffles einen Bauplatz für eine Kirche reservieren. Die St.-Andrews-Kathedrale wurde schließlich zwischen 1856 und 1862 von Gefangenen errichtet und war lange Zeit das höchste Gebäude der Stadt. Besonders bemerkenswert ist ihr Innenputz aus Madras Chunam, einer widerstandsfähigen Mischung aus Muschelkalk, Sand und Eiweiß, die dem feuchtwarmen Klima standhält.

Vorbei an Museen, die einst als Regierungsgebäude dienten, setzen wir unseren Weg in Richtung der modernen Skyline fort.

Die Marina Bay von Singapur

Mit der Marina Bay betreten wir den jüngsten Teil Singapurs; ein Stadtviertel, das durch Landaufschüttung entstanden ist und heute wie ein Schaufenster futuristischer Architektur wirkt.

An der Uferpromenade steht das Wahrzeichen der Stadt: der Merlion, ein Fabelwesen mit Löwenkopf und dem Körper einer Meerjungfrau. Obwohl die Skulptur über acht Meter hoch ist, steht sie umrahmt von Bankenhochhäusern und umzingelt von Touristen unscheinbar am Wasser.

Direkt gegenüber ragt eines der ikonischsten Bauwerke Singapurs in den Himmel: das Marina Bay Sands Hotel: Drei 55-stöckige Türme, die auf ihrem Dach eine spektakuläre Plattform mit einem 146 Meter langen Pool tragen. Der gesamte Komplex gleicht einer Stadt mit zahlreichen Restaurants, einem Kasino sowie einem Musicaltheater. Unter der Erde erstreckt sich eine von Luxusgeschäften dominierte Einkaufszone und schippern indonesische Gondoliere die Gäste auf einem Kanal entlang, der unter einem überdimensionalen Wassertrichter endet.

Nur wenige Schritte entfernt eröffnen sich die Gardens by the Bay. In zwei gewaltigen Kuppelbauten gedeihen Pflanzen aus kühleren Klimazonen, doch das eigentliche Highlight ist der Supertree Grove: Bis zu 50 Meter hohe Stahlkonstruktionen, bewachsen mit Farnen, Bromelien und Kletterpflanzen, die wie futuristische Bäume in den Himmel ragen. Mit Einbruch der Dunkelheit beginnt hier die „Garden Rhapsody“, eine faszinierende Licht- und Musikinszenierung, die den Hain in eine andere Welt verwandelt.

Kaum ist die etwa 15-minütige Show verklungen, eilen wir zurück zur Marina Bay. Dort startet wenig später die nächste Inszenierung: eine eindrucksvolle Kombination aus Wasserfontänen, Laserprojektionen und Musik. Wer einen guten Platz ergattern will, muss allerdings frühzeitig am Geländer der Promenade stehen.

Abreise

Am Abreisetag bringt uns die Metro schnell und unkompliziert zum Flughafen. Obwohl unser Flug erst am Nachmittag geht, wird die Wartezeit alles andere als langweilig. Neben zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten laden grüne Oasen wie der Schmetterlingsgarten und ein klimatisierter Erlebnispark mit verschiedenen Labyrinthen, Hüpfnetzen und Rutschen zum Verweilen ein. Besonders beeindruckend ist jedoch das Shiseido Forest Valley mit Wanderwegen auf mehreren Ebenen um den Jewel Rain Vortex, den größten Indoor-Wasserfall der Welt.