Turkmenistan/ Tadschikistan/ Kirgistan

Nach sechs Tagen auf der zweithöchst gelegenen befestigten Fernstraße der Welt erreichen wir Osh in Kirgistan.

Osh empfängt uns mit viel Sonne und heißer Luft. Erst gegen Abend wagen wir uns aus dem kühlen Hotelzimmer, bummeln an der Lenin Statue vorbei, über den Hauptplatz und durch den Stadtpark und genießen ein Abendbrot, das nicht aus Suppe oder Plov besteht.

Auch beim Frühstück wendet sich alles zum Guten. Fettiges Spiegelei und Porridge sind passé.

Über das kirgisische Hochland, schmale Serpentinen und Pässe bringt uns Mohamed nach Kazarman: ein Übernachtungsstopp, damit die Fahrt zum See Songkol nicht so lang wird.

Kazarman ist ein typisch verträumtes Städtchen mit neuen und alten Familienhäusern, verlassener Tankstelle, leer stehendem Redaktionsgebäude einer Tageszeitung aus Sowjetzeiten, Plattenbauten am Stadtrand, deren Fassaden aus braunem Bauschaum bestehen. Ein Lkw mit kirgisischem Kennzeichen auf dessen Plane steht: „Wir fahren für die Zukunft Sachsens“ steht am Straßenrand.

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Über landschaftlich sehr schöne Passstraßen gelangen wir zum Songkul. Pferdezüchter haben ihre Jurten in den Hügeln stehen. Am Ufer sind mehrere Jurtencamps. Entsprechend viele Touristen tummeln sich hier.

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Ursprünglich sollten ein paar Erholungstage am Issykkul der Abschluss unserer Zentralasienreise werden, bis wir herausfanden, dass die Orte am Seeufer beliebte und belebte Urlauberhochburgen sind.

Unsere Alternative heißt Kasachstan. Mohamed fährt uns, mit einem ungewollten Zwischenstopp an einer Autowerkstatt – beide Hinterreifen sind platt – zum Flughafen in Bischkek, der Hauptstadt Kirgistans.

Drei Tage verbringen wir in den Bergen in der Nähe von Almaty mit relaxen, wandern, Seilbahn fahren. 

Bischkek (ehemals Frunse), Kirgistan: Während einige Nachfolgerepubliken der ehemaligen Sowjetunion in den Wirren eines Bürgerkriegs versanken, sich Staatspräsidenten mit diktatorischen Vollmachten ausstatten ließen, Sezessionskriege geführt wurden, galt Kirgistan anfänglich als eine „Insel der Demokratie“, bis der seinerzeit als liberaler Staatschef geltende Präsident Askar Akajew durch Referenden zur Verfassungsänderung eine autoritäre Präsidialdemokratie anstrebte. Nach einem Umsturz 2010 führte Kirgistan eine parlamentarische Demokratie nach westlichem Vorbild ein.

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In Bischkek steht ein Hofbräuhaus (seit 1997 wird dort „Steinbräu“ serviert), gibt es Parks ohne erfrischende Wasserspiele, Regierungsgebäude im Sowjetstil, ein geschlossenes Nationalmuseum und einen Vergnügungspark, in dem wir uns für eine Achterbahnfahrt in ein 12 D Kino setzen – der Höhepunkt in Bischkek und das Ende unserer Reise.

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