Tibet/ Nepal

Begegnest du der Einsamkeit – hab keine Angst! Sie ist eine kostbare Hilfe, mit sich selbst Freundschaft zu schließen.
(Aus Tibet)

Wer die Last trägt, weiß wo sie drückt.
(Aus Nepal)

Tibet – Nepal

11.07.2010 – 04.08.2010

Chengdu – Lhasa – Gyantse – Shigatse – Sakya – Rombuk – Everest Base Camp – Lao Tingri – Kathmandu – Chitwan Nationalpark – Helambu Trek– Kathmandu

DSCF4534

Eine Zusammenfassung:

Nach einigen Startschwierigkeiten – wir mussten in Frankfurt umsteigen, doch nur unser Gepäck war bis China gebucht – landeten wir in Peking. Für unseren Weiterflug nach Chengdu mussten wir in Peking erneut einchecken. Am Check-in-Schalter hieß es, der Flug sei gestrichen. Nach einigem Hin und Her, bekamen wir doch noch Bordkarten in die Hand gedrückt. In aller Ruhe verließen wir den Schalter und sahen uns die Tickets an. Oh Schreck. Boarding seit zehn Minuten, das Gate am anderen Ende der riesigen Halle. In allerletzter Minute betraten wir den Flieger, hinter uns wurde die Tür geschlossen, und ehe wir richtig saßen, rollte das Flugzeug zur Startbahn.

Chengdu, die Hauptstadt der Provinz Sichuan, nennt sich die „Panda-Hauptstadt“ der Welt. Wie in allen Städten Chinas, fielen auch hier die alten Viertel dem Bagger zum Opfer. Sehr wenige Straßenzüge blieben erhalten und wurden restauriert.

filmstreifen 1

Unser Zimmer befand sich in einer der restaurierten Fußgängerzonen, in einem traditionellen Haus. Der Geräuschpegel war, selbst nachts, entsprechend hoch.

Am kommenden Morgen fuhren wir in das Panda Research Center, ein großer Park mit Bambuswäldern und weitläufigen Gehegen. Die dämmerungsaktiven Pandas lagen völlig regungslos hinter den Umzäunungen. Nur die Jungtiere waren mobil und spielten miteinander.

filmstreifen 2

Nachmittags besichtigten wir den Wuhou-Tempel, eine Tempelanlage aus dem 4. Jahrhundert und flanierten auf der Jimli Street, einer autofreien Straße, deren Eingangstor neben der Tempelanlage steht. Dort probierten wir uns durch die chinesische Küche. Geschmeckt hatte alles. Nur was wir gegessen haben, werden wir, bis auf einige Snacks, wohl nie erfahren. Rote Kartoffel Eis war jedenfalls darunter.

filmstreifen 2.1

Nachdem wir am Abend unser Permit für Tibet erhalten hatten, stiegen wir am nächsten Morgen in den Flieger nach Lhasa.

Der Flughafen von Lhasa lag ca. 45 km außerhalb der Stadt. Auf dem Weg in die Stadt fuhren wir an großen Wasserflächen vorbei, die viele Kilometer weiter zu Flüssen wie dem Mekong und dem Brahmaputra werden.

Ankunft in Lhasa. Der, die Stadt überragende Potala Palast, tauchte vor uns auf. Ein beeindruckendes Bild.

Den Nachmittag sind wir sehr ruhig angegangen. Eine Rikschafahrt, ein kurzer Bummel durch die Straßen, anschließend widmeten wir uns unseren Kopfschmerzen.

filmstreifen 3

Am nächsten Morgen waren wir höhenangepasst. Unweit unseres Hotels stand der Jokhang Tempel, das religiöse Zentrum des tibetischen Buddhismus. Er ist Pilgerziel der Tibeter und so groß war das Gedränge vor und im Tempel auch. Das Geräusch von reibendem Holz auf den Steinplatten, wenn sich die Gläubigen flach auf den Boden werfen, war vielfach vor dem Tempel zu hören. Im Tempel schlossen wir uns der Reihe der Pilger an, die sich zur vergoldeten Statue des Jobo Shakyamuni hinstand. Sie ist die meistverehrte Statue in Tibet. Gegen Drängler wurde im Tempel von der Polizei und den Mönchen hart durchgegriffen. Dabei konnte schon mal ein Baby zu Boden gehen.

filmstreifen 4

Vom Dach des Tempels hatten wir wunderbare Ausblicke auf den 800 Meter langen Barkhor-Umrundungsweg – der Pilgerweg, der um den Tempel führt -, den Potala Palast und den Himalaya. Auf dem Dach eines Nachbargebäudes waren Arbeiterinnen zu sehen. Plötzlich unterbrachen sie ihre Arbeit, stellten sich in drei Reihen auf, sangen ein kämpferisch klingendes Lied und stampften dazu mit den Stielen ihrer Arbeitsgeräte auf den Boden, bis sie in einer Staubwolke verschwanden.

An den Hauptstraßen stand, verbarrikadiert hinter Sperren, chinesisches Militär. Erst in den schmalen winkligen Gassen der Altstadt, gab es keine Wachposten mehr. Häuser aus dicken weiß getünchten Steinmauern mit traditionellen Flachdächern aus Arga-Lehm standen hoch und eng beieinander, sodass die Gassen angenehm schattig waren. Auf dem Weg aus der Altstadt begegneten wir Tibetern mit hölzernen Handschützern, die eine Matte vor sich liegen hatten. Gegen einen Obolus übernahmen sie das Beten.

Print Friendly, PDF & Email
Share this:Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterEmail this to someonePin on Pinterest